Anfang September 2016 - Tour de Glarus
- Salmonidenking
- 6. Sept. 2016
- 2 Min. Lesezeit
Mit Olivia ging's wieder einmal für zwei Tage in die Berge, dieses Mal in den Kanton Glarus. Ich wollte gleich vier verschiedene Bergseen befischen - den Garichtisee, den Milchspüelersee und die beiden Ängiseeli. Am Morgen parkierten wir unser Auto bei der Talstation der Luftseilbahn Kies-Mettmen und waren kurze Zeit später am Garichtisee. Auf / In diesem landete dann wenig später meine Löffel und Wobbler in der Hoffnung, dass eine Seeforelle sich daran verbeisst. Doch anstatt einer Seeforelle biss beim Bacheinlauf eine hübsche kleine Bachforelle, welche zwar das Mass gehabt hätte, aber viel zu klein war um sie mitzunehmen. Danach liefen Oli und ich los in Richtung Leglerhütte. Der Aufstieg zur Hütte beträgt circa zwei Stunden. Auf dem Weg konnten wir immer wieder einmal ein "Gämsi" beobachten, wie es scheinbar mühelos zwischen den steilsten Felswänden umherkraxelt und frisst. Wir hatten da schon mehr zu kämpfen, hatten wir doch einiges an Gepäck dabei. Nach der obligaten Regendusche erreichten wir um 14.00 Uhr die Hütte, von welcher man eine herrliche Aussicht auf die umgebenden Gipfel und die Ängiseeli hat. Nach kurzer Pause und "Einchecken" in der Hütte liefen wir gleich weiter an den Milchspüelersee. Dort angekommen versuchte ich mein Glück mit dem Köfi am System und konnte sogleich eine herrlich gezeichnete Bachforelle fangen! Zudem hatte ich zwei Namay-Nachläufer, welche aber nicht bissen. Dies hat mich doch etwas erstaunt, da im See nur noch sehr wenige Namays vorkommen und keine mehr besetzt werden...Danach war Schluss und wir genossen den wunderbaren heimeligen Hüttenabend in der Leglerhütte. Nach geruhsamer Nacht und Zmorge liefen wir wieder runter zum Milchspüelersee, wo ich noch mit der Fliegenrute den vielen Rainbows nachstelle, welche emsig am steigen waren. Ich konnte zwei kleine RB's fangen und schonend wieder in ihr bevorzugtes Element releasen. Danach ging's für uns weiter zu den Ängiseeli, welche wir auf recht abenteuerlicher Art und Weise ("Abkürzung") erreichten, nicht ohne davor aber einem Steinbock und duzenden Gämsi zu begegnen! Die Ängiseeli sind sehr klein, vor allem im oberen konnte ich nur sehr kleine Fische (10-15cm) ausmachen. Am unteren jedoch hatte es auch die eine oder andere grössere (ü20) Forelle. Die Oberfläche wurde dauerend von Ringen durchbrochen - dies liess natürlich mein Fliegenfischerherz höher schlagen! Als Highlight konnte ich zum Abschluss der Tour eine herrliche 32er Seeforelle mit der Trockenfliege fangen, meine erste Seeforelle überhaupt! Dementsprechend flott ging der anschliessende Abstieg vor sich her - obwohl der Weg sehr lang ist! So ging ein weiteres tolles Bergseeabenteuer zu Ende und ich kenne wieder vier Bergseen mehr :)


Fahrt mit der Luftseilbahn Kies zum Garichtisee

Was hat denn der für komische Wanderstöcke???

Yes, der Aufstieg ist gemacht!

Milchspüelersee: Heimat von Rainbows, Bach-, Seeforellen und einigen wenigen Namays

Aussicht von der Legerhütte auf die Ängiseeli. links das untere, rechts das obere.

Leglerhütte SAC
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